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Rezia a scenar: Guillaume Nicloux
Hraju: Pauline Étienne, Martina Gedeck, Louise Bourgoin, Isabelle Huppert

Drama
Frankreich 1765. Das bürgerliche Mädchen Suzanne Simonin (Pauline Etienne) ist jung, hübsch und klug. Als es von seiner Familie dazu gedrängt wird, das klösterliche Gelübde abzulegen, entdeckt es ein lang gehütetes Geheimnis der Mutter (Martina Gedeck), das fortan sein Leben bestimmen wird: Suzanne kam unehelich zur Welt und soll für die Schuld der Mutter sühnen. Widerwillig beugt sich das Mädchen seinem Schicksal.

Doch auch hinter Klostermauern bleibt Suzannes Hunger nach Freiheit und Selbstbestimmung ungebändigt und es beginnt ein langer, leidenschaftlicher Kampf gegen vorherrschende Konventionen und religiösen Fanatismus. Suzanne erfährt Heuchelei, Grausamkeit, Gewalt und Verführung. Um ihren Willen zu brechen, unterwirft Mutter Oberin Christine (Louise Bourgoin) sie furchtbaren Erniedrigungen. Suzanne erreicht, dass sie in ein anderes Kloster verlegt wird, wo sie sich jedoch der obsessiven Zuneigung der Mutter Oberin von St. Eutrope (Isabelle Huppert) ausgesetzt sieht.

Als drittgeborene Tochter einer allmählich verarmenden Familie wird Suzanne von ihren Eltern genötigt, in ein Kloster einzutreten. Allerdings kann sich das 17-jährige Mädchen auch nach Monaten noch nicht dazu durchringen, das endgültige Gelübde abzulegen, das ihr Dasein als Nonne besiegelt. Erst als sie den wahren Grund erfährt, warum die Mutter sie so sehr drängt, ins Kloster zu gehen, beugt sie sich widerwillig ihrem Schicksal.

Suzanne ist unehelich gezeugt, und so droht sie nach dem Tod der Mutter in der Welt jenseits der Klostermauern ausgestoßen zu werden. Im Kloster verschlechtert sich nach dem Tod ihrer Mentorin, der alten Mutter Oberin, ihr Leben dramatisch. Die neue Leiterin entpuppt sich als fanatische Frömmlerin, die Suzannes Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung mit drakonischen Maßnahmen niederringen will. In höchster Not kann sie nach langem Leiden das Kloster wechseln.

In der neuen Stätte wird sie von der dortigen Oberin überaus zuvorkommend behandelt. Suzanne atmet auf, bis sie bemerkt, dass sich die Mutter Oberin in sie verliebt hat und ihr keine Möglichkeit lässt, diese Liebe abzulehnen. Regisseur Guillaume Nicloux verortet den Kostümfilm im 18. Jahrhundert, aus der auch die Romanvorlage des Aufklärers Denis Diderot stammt. Seine Kritik richtet sich nicht gegen Religion im Allgemeinen, sondern gegen Institutionen wie Kirche und Familie, welche die Freiheit des Einzelnen gefährden. Glanz in den grauen, entrückten Realismus der Bilder bringen vor allem die Schauspieler. Neben den bekannten Koryphäen Martina Gedeck, Louise Bourgoin und Isabelle Huppert kann Newcomerin Pauline Étienne begeistern, die ihrer historischen Figur eine moderne Note verleiht.