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Nicht-Orte 1.Einleitung Französische Ethnologe Marc Augé hat am Anfang der 70.Jahren letztes Jahrhunderts der Stamm Alladian beobachtet, der bewohnt ein Gebiet zwischen Elfenbeinküste und Togo. Ethnologie, in der er erzogen war, hatte ursprünglich eine Rolle, die von Frankreich besetzte Länder in Afrika zu erforschen. Im diesen Zeit ist jedoch die koloniale Macht der Frankreich zerfallen. Augé reflektiert die politische Entwicklung ins Ethnologie wenn er gefunden hat, dass seine heimatliche Gesellschaft in derselben Weise beobachtbar ist, wie die der Alladianer. Im traditionellen Ansicht, die beobachtete Ethnien wurden im Kontrast zu der heimatlichen Gesselschaft des Ethnologs gegenüberstellt. Es war im Grunde eine Komparatistik, die psychologisch mehr die Gedankensweisen und Gebräuche des Ethnologs als die Eigenschaften seines Gegenstandes reflektiert. Augé gibt Acht beim Erforschung seiner eigenen Kultur: er fragt, ob sich die Spezifizierungen seiner Kultur, wie Arbeitsgebräuche oder Legislative sich von anthropologischen Hinsicht analysieren lassen1. Ist die Methode, gegründet auf Definition der allgemeinen Konzepten in menschlichen Gesselschaften, für so eine dynamische Gegenwart genügend? Augé's Projekt zeigt, dass sie würde uns nicht genügen. Der Gegenstand seiner Arbeit ist zwar seine unmittelbare Umgebung: Gesselschaftsbeziehungen, Instituten, Normen, ihre Realisierung und Reflexion in dem Raum. Er versucht nicht die Grenzen seines Gegenstandes klar zu markieren. Er spricht von konkreten Orte, die über der Kultur mehr als die Andere sagen können, er ist jedoch bewusst von ihrer Veränderlichkeit. Deswegen auch die Zeitachse, ähnlich wie beim Certeau, ist von dem Gegenstand der Forschung untrennbar. Die traditionelle Ethnologie, wie definiert von Mauss, versucht die Grenzen der Ethnie zu suchen und im Rahmen dieser Grenze einem Modelleinwohner zu vorstellen, einem "Durchschnittsmenschen", der die Ethnie perfekt representiert. Nach Augé ist aber die Ethnie nicht nur durch seine Identität oder Grenzen definiert (egal ob sie von dem Ethnologe selbst oder einem Representant der Ethnie definiert werden), sondern auch von zeiträumlichen Nahe des Einwohners. Ethnologie sieht dem Einwohner eines Raumes als selbständige Wesen, der wurde da nur hineingeboren; nicht als ein Produkt der Ethnie. In der Suche nach dem Durchschnitt wir können einfach die individuelle Stellungen zur Umgebung verpassen. Deswegen in der "Ethnologie des Nahen" Augé konzentriert sich mehr auf eigene Erfahrung als auf eine Weltanschauung des "durchschnittlichen" representanten2. 1 - Augé, s.18 2 - Augé, s.60 2.Übermoderne Augé kennzeichnet seine Gegenwart als "Übermoderne" (sur-moderne). Im Vergleich zur Ansichten zur Postmoderne, das heutige Zeitalter leidet überhaupt nicht an Mangel der Kreativität: unsere Aktivitäten erreichen immer mehr intensive Formen. Der Welt ist überfüllt von Neuigkeiten, Information, und wir brauchen sie zu einpassen. Zeitlich, wir können schweren Übermaß der Ereignissen, die uns begegnen, fühlen. Das Nummer der Ereignissen, die für sich eine objektive Wichtigkeit besprechen, wächst, dank der Presentierung in Medien. Die Idee des Fortschritts oder des Gipfels der Geschichte, wie sie von Ideologien letztes Jahrhundert benutzt waren, ist verschwindet. Das Gegenwart scheint so ohne des Sinns zu sein, den wir in der Vermittlung der Nachrichten und Krisen aus ganzen Welt neu erfinden versuchen1. Räumlich, wir können die scheinbare Verkleinerung der Welt fühlen. Der Mensch kann selbstverständlich nicht der ganze Welt in seiner Tätigkeit begreiffen, er lebt immer nur für einige Orte. Im Vergleich zur Vergangenheit werden jedoch die zeitliche Anforderungen für das Weg von einem Ort zu Anderem wesentlich vermindert. Die Verkehrsmittel und geöffnete Grenzen fördern die Migration und Tourismus. Verdichtung des Verkehrs und Brauch das Übersicht zu haben, sich zu Orientieren, dann unmittelbar verursachten die Reorganisierung der Städte und Infrastruktur, als auch reduktion vielen Orte auf informative, allgemein gekannte Bilder2. Der Raum oder Territorium selbst scheint ein zu allgemeines Faktor zu sein, wenn wir die Identität gegenwartigen Ethnie zu suchen wollen. Ein "übermoderner" Ethnologe also konzentriert sich mehr auf die Wahrnehmung und Stellungnahme des Individuells, als auf die objektive Gesetzlichkeit. Die Kultur wird als Text gelesen, wo die Persönlichkeiten werden reflektiert3. Und zwar Augé glaubt, dass die Menschen immer dem Sinn in dem Kollektiv suchen, dieser gibt ihnen nur Orientierung durch Werbung oder Marken; der Sinn wird von dem einzelnen Mensch gegeben4. 1 - Augé, s.39 2 - Augé, s.44 3 - Augé, s.46 4 - Augé, s.48 3.Nicht-Orte Man definiert seine Identität nach dem Ort seiner Tätigkeiten, Wohnung, Geburt, Leben überhaupt. Ein solcher Ort wir als der anthropologische Ort bezeichnet. Die Kategorie kommt schon von Merleau-Pontys Unterscheidung zwischen dem geometrischen und anthropologischen (oder existentiellen) Raum, konkreter wie es von Michel Certeau interpretiert wurde1. Seine Terminologie ist aber verwechselt: während beim Certeau war das physische, lebenlose Grund der Ausdehnung als Ort bezeichnet, und die Synthese des Leben damit ist in dem Begriff des Raumes (der in der Zeit dank Sprache entsteht) reflektiert, für Augé ist das abstrakte Grund als Raum und das Gelebte eben als Ort gekannt2. Der Ortsbegriff ist aber umfangreicher, ohne Grenzen wie ein Territorium, es kann sowohl ein Punkt (Kreuzung) als auch eine Linie (Weg) oder Umgebung (Zentrum) bedeuten. Diese möglichkeiten sind schon per definition untrennbar; sie drücken die Richtung, Treffpunkt oder Versammlung aus, sowohl eine reale (zB Markt), als auch ideale (zB Monumente)3. Für einen Ethnologe ist die Beste Weg ein anthropologischer Ort zu definieren durch Selbstbetrachtung. Wenn die Rollen des Ethnologs und Beobachteten (dh, auf dem Ort eingeborenen) klar unterschiedet sind, die beiden haben ein verzerrtes Überblick auf der Kultur seines Ortes. Die beiden zeigen Illusionen über Begrenzung des Ortes, die ihm von dem äusseren Welt trennt. Das innere Welt der Kultur wird von beiden als geschlossenes und selbstgenügendes wahrgenommen4. Allerdings dieses Gefühl entsteht unterschiedlich in beiden. Der Eingeborene sieht seinem Ort als dauernd, ewig present, unwechselbar. In seinem Welt hat alles seine Zeit und Stelle, er sucht nach Wiederholung und Erwartenbarkeit. Die unkontrollierbare Sachen wie Tod oder Krankheiten versucht er auch so zu erklären, dass sie im Ganzen nur als Vergessen eines Faktors aussehen5. Auch er normalweise nennt sein Welt mit klaren Namen. Das ist die Illusion des Ethnologs, der denkt, dass die Einwohner sehen ihre Kultur als klar definiert, was Augé verbindet auch mit der schon besprochener Idee des "Durchschnittsmenschen", dem individualisierten Modell der beobachteten Kultur6. Der Einwohner nur klassifiziert die Orte je nach ihrer Wichtigkeit, schafft die Verbindungen dazwischen und auch Beziehungen mit anderen Leute, die eigene Wahrnehmung des Raumes haben. Diese Tätigkeiten und Beziehungen reflektieren sich auf dem Ordnung des Weltes auch. Einr subjektive Bedeutung, Gebrauch oder Gefühl der Ewigkeit des Weltes führen zur dauernden Vergegenwärtigung der Vergangenheit. Wenn wir beobachten die Linien der anthropologischen Orten, sie könen sowohl die räumliche (realisiert im Wege und ähnliche) als auch zeitliche (Geschichte) Verbindungen. Bestimmung auf einer Ebene (entweder des Raumes oder der Zeit) lasst sich auf die andere übertragen. Wir können die Geschichte auf einer Karte skizzieren, und auch eine Weg durch der Zeit, die gebraucht ist um sie zu durchfahren7. Ähnlich ist es mit einer Kreuzung der Wege, die ins einem Platz oder Markt, ins Zentrum sich entwickeln kann; oder nur eine Marke in der Form eines Monument lassen kann. Ersetzbarkeit der räumlichen Reflektion mit der zeitlichen zeigt sich am besten auf diesen Monumenten, wofür spricht auch der Fakt, dass sie vielen Plätzen dominieren. Sie zeigen das kreative Einfluss, Macht, ewige Presenz der Ereignissen, die für die Identität der Bevölkerung des Ortes wichtig ist8. Ein Nicht-Ort ist genau das Oppositum. Wenn die Moderne von Orte charakterisiert wird, wo das Alte mit Neuen begegnet, mit Veränderung; die Übermoderne wird aber von Nicht-Orte geschafft, die keine eigene Geschichte haben und die allgemeine Geschichte als eine Kulise ihrer Zwecke benutzt9. Der Zweck wird vom Architekt vorgeschrieben, nicht vom Einwohner/Benutzer (Passagier, Einkaufer usw) erschaffen. Objektiv sind es einzweckige Räume, die für Effektivizierung des Verkehrs, Handels und andere Aktivitäten gewidmet sein, sie sind aber auch definierbar als subjektive Stellungnahme zu einem Raum10. Auf einem anthropologischen Ort man tut je nach seinem sozialen Status, nach Kommunikation mit Anderen und ähnlich. Rolle der Anderen wird vom Text besetzt, der sich allgemein lesbar vorstellt. Orientierungstexte im Nicht-Orte benutzen leichte Begriffe, Namen und Bilder, die mit unserer Alltäglichkeit kompatibil sind. Tätigkeit eines Benutzers wird genau vorgeschrieben durch Anweisungen, Verbote und Information, die mehr vom juristischen als privaten Personen herkommen11. Ein Nicht-Ort versucht als ein Mittel wahrgenommen werden, ein Instrument für konkretes Ziel, Destination. Die Benutzung (Eintritt) hat selbstverständlich bestimmte Regel: auf einer Seite sind das Geld, auf anderen auch einigermassen Schuldlosigkeit, ein Beweis davon12. Nur beim Eintritt und Ausgang hat die Identität des Benutzers eine Bedeutung. Außerdem ist ein Benutzer immer anonymisch. Deswegen, in Beziehung auch zum Schluss des Buches, werden die Nicht-Orte nicht nur vom Funktionalismus und textueller Vorbestimmtheit auch vom Einsamkeit charakterisiert. 1 - Augé, s.95 2 - Augé, s.98 3 - Augé, s.70 4 - Augé, s.63 5 - Augé, s.55 6 - Augé, s.60 7 - Augé, s.70 8 - Augé, s.73 9 - Augé, s.129 10 - Augé, s.110 11 - Augé, s.113 12 - Augé, s.120 4.Wiedererlebung Nicht-Orte bietet nur unbestimmte, ein Bisschen fade, globale Identität an, die aber nicht leer ist. Allerdings, es scheint eine Übertriebung zu sein, diese Nicht-Orte als Grund unserer Identität, oder als Hauptzeichen der Globalisierung und Dynamik der Gegenwart überhaupt, zu beobachten. Die subjektive Kriterium ihres Entstehen können wir nicht auslassen. Zwar die verschiedene Räume haben Eigenschaften, die für das Entstehen der Stellungnahme eines Menschen dazu nicht vernachlässigbar sind, es ist eine Frage, ob sie auch als Bedingungen zu verstehen lassen1. Im Rahmen der Ethnologie des Nahen, des Individuums in der Übermoderne, sieht die Stellungnahmen als immer originelle, wir sollen sich nicht auf Durchschnitte anbinden. Zumindest der Alter oder Frequenz der Benutzüng der Nicht-Orte haben das grösste Einfluß darauf. Diese Stellungnahme wird auch oft im heutigen Kunst in verschiedenen Weisen dargestellt, zum Beispiel durch die zwei popularen literarischen Strömungen letzter Zeit: Cyberpunk2 und Steampunk3. Die Beiden stammen aus traditionellen Sci-fi, sie sind aber mehr mit Neubewertung der Fortschrittsidee und Individualismus verbunden. Von ihren Sichtpunkt können wir auch zu der Idee der Nicht-Orte verschieden reagieren: auf einer Seite mit Kritik dieses Tatsächlichkeit (oder, wie Augé schreibt, durch "Angst" und "Revolte"4), auf der anderen mit einem Versuch sie wiederzuerleben ("Flucht", "Performanz"). Cyberpunk, stammend aus der schnellen Entwicklung der Informatik im letzten Dekaden, drückt oft Angst von kommunikativen Möglichkeiten der Postmoderne aus. Oft als "Sci-fi der nahen Zukunft" verstanden, es scheint eine natürliche Reaktion zu sein, Reaktion auf dem Zeitalter, der höhere Geschwindigkeit zwingt als man beim normalen Beziehungen haben - Gefühl der Einsamkeit. Die Menschen werden eine sekundäre Tatsache für die neue soziale Systemen, die nach dem kybernetischen Regel besser als auf der menschlichen Ebene funktionieren. Ähnlich wie beim Virilio, die meisten Cyberpunk-Welte sind Dystopien, wo die Kommunikationstechnologie wird ein Instrument der Macht, nicht der Freiheit, weil für die demokratische Diskussion in der Zeit der Computerrechnungen keine Zeit mehr gibt. Auch die Geschichte in die Bücher finden oft auf solchen Nicht-Orte wie auf Autobahnen oder Internet statt, wo die Helden kommen, um die mechanisch-natürliche Fortsetzen zu verändern. Mechanismen der Effektivizierung sind die Gegner, die gegen die freie Kreativität sich ins Kontrast stellen. Steampunk ist neuere Strömung als Cyberpunk, es ist in Wirklichkeit ein Ableitung davon. Zwar es oft auch viele Elementen der Dystopie trägt, die Kritik wird nicht angeboten, sondern ein ironisches oder übertriebendes Bild. Es ist eine postmoderne Retrospektive der verneischen Phantasie, viktorianische Mode und der Wissenschaften des 19.Jahrhunderts. Die Nicht-Orte werden hier im frühen Moment der Entwicklung vorgestellt, im früh-industriellen Zeitalter. Die Tendenz hier ist ins Vergangenheit zu schauen, auf viele vergessene Technologien; und auch die Technologien selbst auf dem Status der Neuerfindungen zu reduzieren, deren Presenz im Welt (noch) nicht selbstverständlich ist. Funktionalismus ist der Ästhetik untergeordnet. Man kennt noch nicht die alle mögliche Formen einiger Technologien, und deswegen auch willt nicht ihren vollen Effekt vollig zu bewerten. Man versucht den "Fortschritt" zu verlangsamern, analysieren, alternativ zu hinaufschauen. Die Ironie ist ein natürliches Teil davon, und sie zerstört den Gefühl der Nicht-Orten am besten. Diese Retrospektive hat auch andere Dimensionen: im vielen Museen des Verkehrs oder dem Phänomen der "urban exploration" sieht man, dass sogar auch ein vollig impersönliches Raum kann eine Stelle in der Kultur bekommen. 1 - In kurz, in wie fern ein Raum die menschliche Stellungnahme dazu vorbestimmen kann? Für die weitere Besprechung können wir zurück zum Tuans Topophilia hineinschauen; zB s.141. 2 - Die typische Representanten dieses Genre sind Ph.Dick und W.Gibson von 70.und 80.Jahren voriges Jahrhundert, im letzten Zeit zB die Filmtrilogie Matrix. 3 - Steampunk-autoren leiten seine Vorstellungen vom J.Verne ab. Von heutigen Authoren ist vielleicht der Bekannteste Ch.Miéville. 4 - Augé, s.140 5.Schluss Zum ersten Blick scheinte es mir, dass Augé sieht die Ethnologie mehr wie eine ästhetische als eine wissenschaftliche Disziplin. Während die koloniale Ideologie könnte in der exotischen Anthropologie einem realen Potenzial (zB als ein Mittel, womit wir die Effizienz der Politik oder Wirtschaft verbessern können) sehen, Augé's Methode scheint mehr fenomenologisch, erforschend die Stellungen und Wahrnehmung des Individuums. Auf der anderen Seite, auch die Analyse des Verhaltens der Menschen auf "Nicht-Orte" kann ein Einfluß auf dem Design solches Raumes haben. In so fern erfüllt er die Bachelards Vorstellung von einem "Verbindung zwischen der Wissenschaft und Poesie", gibt eine Basis für mehrere mögliche Ansichten; sowohl ästhetischen als auch soziologischen, ethnologischen. Es steht aber noch in der Frage, in wie fern die Kultur hat schon gegen dem "übermodernen" Funktionalismus reagiert (zB durch die Bewegungen des Cyberpunk und Steampunk), und ob die Augé's Besorgnis für die soziale Entwicklung noch relevant sind. Literatur Marc Augé – Orte und Nicht-Orte, Frankfurt am Main: S.Fischer, 1994 Gaston Bachelard – Psychoanalyse des Feuers, übersetzt von H.Naumann, Stuttgart: Schwab, 1959 Tuan Yi-Fu – Topophilia, Englewood Cliffs: Prentice Hall, 1974 |
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