cwbe coordinatez:
4684483
1495370
2365781
1487839
2427214

ABSOLUT
KYBERIA
permissions
you: r,
system: public
net: yes

neurons

stats|by_visit|by_K
source
tiamat
commanders
polls

total descendants::
total children::0
show[ 2 | 3] flat


STRAUSS, David Friedrich, ev. Theologe, * 27.1. 1808 Ludwigsburg, + 8.2. 1874 Ludwigsburg. - Studium der Philosophie u. Theologie in Blaubeuren u. Tübingen, vor allem bei F.C. Baur, im Winter 1831-32 in Berlin, wo er Schleiermacher u. dessen Vorlesungen über das Leben Jesu kennenlernte; 1832-35 Repetent im Tübinger Stift; 1839 Berufung auf die Dogmatikprofessur in Zürich, aber sofortige Pensionierung infolge kirchlichen Einspruchs; von da an meist freier Schriftsteller bei wachsender Distanz vom kirchlichen Glauben. - Sein Hauptwerk »Das Leben Jesu, kritisch bearbeitet« (Tübingen 1835) machte S. berühmt u. führte zu heftigen Auseinandersetzungen; damit war seine akademische Laufbahn zugleich beendet. In dieser Zeit erwies sich S. als radikaler Vertreter der spekulativen Theologie. Er versucht darin, »an Stelle der veralteten supranaturalen u. natürlichen Betrachtungsweise der Geschichte Jesu eine neue zu setzen«, nämlich die »mystische«, da in den Evangelien, abgesehen von einem »einfachen Gerüst des Lebens Jesu« durchgehend die »mythischen«, vor allem »messianischen« Vorstellungen des AT auf Jesus übertragen seien, so daß die Evangelienerzählungen nichts anderes seien als »geschichtsartige Einkleidungen urchristlicher Ideen, gebildet in der absichtslos dichtenden Sage«. S. will keinen historischen Kern oder den geschichtlichen Jesus aus der Schale der Evangelien herausarbeiten noch gar den Mythus eliminieren, sondern die im christologischen Mythus sich verbergenden »ewigen Wahrheiten« durch philosophische Interpretation erheben. Darum ist »Christologie« das theologische Grundanliegen von S., aber nicht als Lehre über Jesus von Nazareth, sondern als Lehre über die Menschheit. Nachdem S. zunächst mit »Streitschriften« seinen Gegnern geantwortet hatte, verwässerte er unter dem Eindruck der Argumente in der 3.Auflage (1838-39) seinen eigenen Entwurf, kehrte aber in der 4. Auflage (1840) wieder zu ihm zurück. Die Hauptschwäche von S.s Position liegt in der bloßen Negation der nt. Geschichte. S. hätte zeigen müssen, wie es von der Idee und vom Mythos zum Christentum und zu den nt. Schriften gekommen ist. Dieser Aufgabe hat sich besonders sein Lehrer F.C. Baur zugewandt, mit erheblichen Korrekturen an S.s Ergebnissen. - Den nächsten Schritt tat S. in seinem zweiten Hauptwerk »Die christliche Glaubenslehre in ihrer geschichtlichen Entwicklung u. im Kampf mit der modernen Wissenschaft dargestellt« (Tübingen 1840-41). Die Enwicklung dazu wurde sehr viel weniger beachtet: Noch hält er am Programm einer spekulativen Theologie fest, sieht sich aber außerstande, es zu erfüllen. Vergeblich versuchte er, die in der Dogmengeschichte des Glaubens entstandenen »Vorstellungen« in reine »Begriffe« umzuwandeln, ohne die Glaubenswahrheiten selbst aufzugeben. - Der letzte Schritt endete mit der förmlichen Absage S.s an das Christentum. In seinem zweiten »Leben - Jesu - Werk« (»Das Leben Jesu, für das dt. Volk bearbeitet«, Leipzig 1863) bleibt Jesus nur noch als Verkünder einer reinen Kultur- und Humanitätsreligion übrig. 2 Jahre später erschien seine Abrechnung mit Schleiermacher »Der Christus des Glaubens u. der Jesus der Geschichte« (Berlin 1865). In seinem letzten Werk »Der alte und der neue Glaube« (Bonn 1872) erscheint das Christentum völlig überflüssig. Das letzte Werk erregte wiederum einen Sturm der Entrüstung; S. wurde u.a. von Nietzsche nun als Bildungsphilister verspottet.

http://de.wikipedia.org/wiki/David_Friedrich_Strau%C3%9F
http://www.bautz.de/bbkl/s/s4/strauss_d_f.shtml




There are currently 10047 K available in
2nd Guild's K-treasury.




get 1 🦆 for 5 🐘
get 1 🐘 for 1 🦆




axone Georg Wilhelm Friedrich Hegel
axone Ludwig Andreas Feuerbach